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DV-Wörterbuch

© 1998 Matthias Bürcher

16:9

Neues Fernsehformat 16 breit - 9 hoch im Gegensatz zum klassischen Format 4:3. Das Seitenverhältnis von 16:9 beträgt etwa 1.78 und entspricht in etwa dem Breitformat im Kino (1:1.66 in Europa, 1:1.85 in den USA). Gewisse Betacam SP-, Digibeta- und DV-Kameras können in 16:9 aufnehmen. Die Aufzeichnung und Verarbeitung erfolgt verzerrt, so dass für die Darstellung umschaltbare Monitore nötig sind. Mit relativ aufwendigen Umwandlern kann das Bild auch entzerrt und auf normalen Monitoren mit schwarzen horizontalen Balken (Letterbox) gezeigt werden.

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32 KHz

Amateurformat für digitales Audio, das Töne bis 16 KHz darstellt. Option bei DV-Kameras.

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44.1 KHz

Abtastfrequenz für CDs und semiprofessionnelles Audioformat. Die meisten nonlinearen Video-Schnittplätze arbeiten mit 44.1 KHz Abtastfrequenz und 16 bit Dynamik.

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48 KHz

Professionelles digitales Audioformat. Wird von allen DAT-Geräten, der Digital Betacam, gewissen DV-Geräten und den meisten Audio-Schnittplätzen unterstützt. Die Dynamik beträgt im Allgemeinen 16 bit, manchmal 20 oder 24 bit.

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4:1:1

Abtastmethode für digitales Video. Im Gegensatz zur vollen Auflösung der Luminanz (jedes Pixel, beide Fields), wird das Farbsignal nur bei jedem vierten Pixel, dafür aber in beiden Halbbildern horizontal verschoben abgetastet.

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4:2:0

Abtastmethode für digitales Video. Im Gegensatz zur vollen Auflösung der Luminanz (jedes Pixel, beide Fields), wird das Farbsignal nur bei jedem zweiten Halbbild und nur in halber Auflösung abgetastet.

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4:2:2

Abtastmethode für professionelles digitales Video. Jedes Pixel wird als Luminanz (Y) und jedes zweite nach den Rot- und Blaudifferenzen (Cr und Cb) abgetastet. Dabei wird die Tatsache ausgenützt, dass das Auge weniger empfindlich auf die Farbe ist als auf die Helligkeit. Digital Betacam, und D1 arbeiten mit 4:2:2.

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4:3

Das klassische Fernsehformat mit dem Seitenverhältnis 1.33 (4 breit - 3 hoch) entspricht ungefähr dem klassischen Filmformat (1:1.37).

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4:4:4

Hochqualitatives digitales Format, bei dem jedes Pixel sowohl in Luminanz wie in den Blau- und Rotdifferenzen abgetastet wird: Wird nur in Effektgeräten verwendet.

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ABS

Absolute Adressierung der Bilder, die dem Time Code gleicht, die aber bei jeder Kassette mit null beginnt und nicht manuell eingestellt werden kann.

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AVR Avid Video Resolution

Bezeichnung für die Kompressionsraten bei Avid-Videosystemen. AVR 1s-3s bedeuten offline Halbbild-Auflösung, AVR 24-27 und 70-77 on-line Ganzbild-Auflösung. AVR 77 entspricht 360 KB/Bild (PAL).

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Batch Digitize

Automatisches Einlesen von Originalmaterial in ein non-lineares Schnittsystem aufgrund einer Logliste oder einer EDL.

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Betacam SP

Componenten-Format von Sony, bei uns Standard für die News-Produktion.

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Betacam SX

Digitales Komponentenformat von Sony mit der Abtastmethode 4:2:2 und einer Kompressionsrate von 10:1.

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Bit resolution Bit-Rate

Auflösung bei der Digitalisierung. Je höher die Bit-Rate, desto besser die Qualität. Beim Ton wird jedes sample mit 16 bit Auflösung digitalisiert (DV 12-16 bit; professionelle Geräte 16-24 bit), was einer theoretischen Dynamik von 96 dB entspricht. Beim Bild wird jedes Pixel 8 bit (manchmal bis 13 bit) digitalisiert, was 256 Graustufen erlaubt.

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CCD

Ein Feld mit lichtempflindlichen Elementen, Standard für heutige Videokameras. Die meisten Amateur-Kameras haben 1 CCD-Chip für alle drei Farben, während professionelle Kameras mit drei Chips die Farben besser trennen.

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CCIR 601 ITU-R 601

Internationaler Standard für professionelles digitales Video: Komponent-Video mit einer horizontalen Auflösung von 720 Punkten und einer vertikalen Auflösung von 576 Zeilen (in PAL) und einer Abtastung von 4:2:2 bei 8 bit Datentiefe. Dies ergibt eine Datenrate von 13.5 MHz.

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Chroma Chrominanz, C, Cr, Cb, U, V

Farbanteil des Videosignals. Komponentensignale enthalten ein Signal für die Differenz weiss-rot (Cr oder U) und weiss-blau (Cb oder V).

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CMX 340

Der meist verbreiteste Standard für Schnittlisten (EDL). Unterstützt eine Video- und zwei Tonspuren. Kassettennummern 1-253. Original CMX-Systeme benötigen ein spezielles Diskettenformat (RJ-11).

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CMX 3600

Standard für Schnittlisten (EDL). Unterstützt eine Video- und zwei Tonspuren, sowie Kassettenbezeichnungen bis 6 alphanumerische Zeichen.

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Color Bars Farbbalken

Farbbalken (weiss, gelb, cyan, magenta, grün, rot, blau, scharz) zur Kalibrierung des Videosignals und der Monitore. Werden von der Kamera oder von einem Testgenerator aufgezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Varianten, bei denen Weiss 75% oder 100% des maximalen Videosignals darstellen.

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Color Framing

Methode vom PAL-Farbfernsehsystem, die Farbphase in jeweils 8 folgenden Halbbildern zu verschieben, womit ein stabiles Farbbild erreicht wird. Beim Schnitt in Composite-Formaten muss das Color Framing respektiert werden: Ein Bild kann nur einem anderen folgen, wenn es bezüglich der PAL-Sequenz "in Phase" ist. Bei Komponentenformaten entfällt diese Einschränkung.

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Component

Videoformate, die Helligkeits und Farbinformationen getrennt aufzeichnen: ein Signal für die Helligkeit und je eines für die Rot und die Blaudifferenz. Component-Formate sind: Betacam SP, Digital Betacam, DV, Betacam SX, D1.

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Composite

Videoformate, bei denen die Helligkeits- und die Farbinformationen in einem Signal vereint sind. Die Farbtrennung ist nicht optimal, weshalb diese Signale qualitativ weniger geeignet sind für die Postproduktion. Folgende Fomate sind composite: VHS, U-matic, 1-Zoll C, D2.

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Compression ratio Kompressionsrate

Verhältnis der Datenmenge des komprimierten Videosignals zum unkomprimierten Signal. Bei gleicher Kompressionstechnik bedeutet kleinere Kompressionsrate besseres Signal. Verschiedene Techniken können jedoch je nach Bildinhalt unterschiedliche Resultate ergeben. Ein unkomprimiertes Bild nach CCIR 601 ist 830 KB gross, eine Minute Video benötigt 1.26 GB. Offline-Schnittplätz haben Kompressionsfaktoren von 100:1-50:1, On-Line Schnittplätze und digitale Bandformate 10:1-2:1.

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CTL Control Track

Eine Taktspur auf dem Videoband, welches dem Videorecorder erleichtert, die Videospur zu finden. Gibt dem Videorecorder auch Time Code-Informationen, wenn der VITC oder der LTC nicht mehr gelesen werden kann. Bei Absenz von Time Code gibt der CTL mindestens einen relativen Bildzähler her. Das DV-Format enthält mit Ausnahme von DVCPro kein CTL, was den Schnitt weniger zuverlässsig macht.

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D1

 

Digitales Komponentenformat. Zeichnet Bilddaten unkomprimiert 1:1 im Standard CCIR 601 auf. D5 ist eine Weiterentwicklung von D1. D2 und D3 sind ein digitale Kompositformate.

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Delay

Zeitverzug eines Signals. Videoeffektgeräte, Analog-Digital-Wandler und TBC erzeugen eine Verzögerung von einem bis mehreren Bildern, welche durch die Verarbeitung entsteht. Auch Wandler, die das DV-Signal über Firewire in Komponent-Video umwandeln, erzeugen eine Verzögerung von mehreren Bildern. Ein Schnittsystem muss dieses Delay berücksichtigen, um einen bildgenauen und lippensynchronen Schnitt zu erhalten.

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Digital Betacam

Digitales Komponentenformat. Eine geringe Kompressionsrate (2:1) ermöglicht hohe Qualität (4:2:2 bei 10 bit). Kameras können 4:3 und 16:9 aufnehmen.

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Digital S

Digitales Komponentenformat von JVC. Basiert auf der VHS-Kassette. Hat eine relativ niedrige Kompressionsrate (2.3:1), aber aus kommerziellen Gründen Mühe, sich in Europa durchzusetzen.

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Digital zoom

Elektronische Vergrösserung des von der Kamera erfassten Bildes. Da dabei die Pixel mitvergrössert werden, ist die Benutzung des digitalen Zooms mit einem Verlust in der Auflösung verbunden.

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Digitize

Einlesen des Originalmaterials in den non-linearen Schnittplatz.

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Drop Out

Aufnahme- oder Lesefehler bei einer Videokassette. Bei analogen Bändern eine weisse horizontale Linie, welche durch TBC teilweise korrigiert werden. Bei digitalen Bändern verdeckt eine Fehlerkorrektur die Drop Outs. Zusätzlich sind die Informationen eines Bildes über die ganze Videospur verteilt, so dass ein Drop Out nur das ganze Bildrauschen etwas erhöht. Gibt es zuviele Drop Outs, wird die Fehlerkorrektur überfordert, und es entstehen Mosaikblöcke bis hin zu Bildaussetzern.

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DV Digital Video

1.) Oberbegriff für den DV-Standard. Digitales Komponentenformat mit einer reduzierten Farbaufzeichnung (4:2:0) sowie einer Kompressionsrate von 5:1. Die Datenrate beträgt 25 MBps, ein Bild ist 130 kB gross. Beim Ton sind 2 Spuren mit 48 KHz Abtastfrequenz und 16 bit Dynamik oder 4 Spuren mit 32 KHz Abtastfrequenz und 12 bit Dynamik vorgesehen. Gewisse DV-Kameras haben aber nur 32 KHz, was professionellen Ansprüchen nicht genügt 2.) Kassettenformat der DV-Standardkassetten (60-180 Minuten). Spurbreite 10m, Bandgeschwindigkeit 18.8 cm/s.

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DV-TC

Der Bildzähler der DV beginnt bei jeder Kassette und bei jeder Aufnahmelücke mit null. Der DV-TC wird gleichzeitig zum Bild aufgezeichnet, lässt sich jedoch nicht als Signal übertragen. Gegenüber einer Schnittsteuerung verhält sich der DV-TC wie ein Time Code.

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DVC

Alte Bezeichnung für den DV-Standard.

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DVCAM

Professionelle Variante des DV-Formates von Sony. Die Datenkompression und die Farbaufzeichnung ist dieselbe, aber die Spuren sind breiter (15m, Bandgeschwindigkeit 28.1 cm/s) und die Kassetten widerstandsfähiger als DV. DVCAM-Videorecorder lesen DV und MiniDV-Kassetten, nicht aber DVCPro.

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DVCPro

 

Professionelle Variante des DV-Formates von Panasonic. Die Datenkompression ist dieselbe, aber die Farbaufzeichnung basiert auf 4:1:1. Die Spuren sind breiter (18m, Bandgeschwindigkeit 33.8 cm/s) und die Kassetten widerstandsfähiger als DV. DVCPro-Videorecorder lesen DV und DVCAM-Kassetten, sowie MiniDV-Kassetten mit einem Adapter.

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DVCPro50

Verbesserte Variante des DVCPro-Formates welches mit einer höheren Datenrate (50 MBps) und damit einer geringeren Kompressionsrate und bei einer Farbaufzeichnung von 4:2:2 arbeitet.

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EDL Edit Decision List, Schnittliste

Eine Liste mit Anweisungen für die Ausführung des On-Line-Schnittes. Enthält die Time Code der In- und Out-Punkte sowohl der Quellen- als auch des Zielbandes, sowie Informationen über Video- und Tonspuren, Bandnummern und Überblendungen. Verschiedene Maschinen lesen verschiedene EDL-Formate. Am meisten verbreitet sind CMX 340 und CMX 3600.

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Entropie

Informationsmenge, die in einem Symbol einer Mitteilung enthalten ist. Gleichzeitig die untere Grenze der verlustfreien Kompression. Wird ein Bild weiter komprimiert als seine Entropie, gehen Informationen verloren.

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Error Correction Fehlerkorrektur

Methode beim Lesen digitaler Daten, um beispielsweise bei Drop Outs die ursprünglichen Daten wieder herstellen zu können. Die Daten werden in Felder organisiert, Prüfwerte in jeder Zeile und jeder Spalte erlauben es, Fehler zu finden und das Original wieder herzustellen. (Reed-Solomon Korrektur.)

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Farbmodelle

Videokameras zeichnen das Bild in drei Farbauszügen Rot, Grün und Blau (RGB) auf. Da das menschliche Auge empfindlicher auf die Helligkeit ist als auf die Farbe, wird das Signal umgerechnet in einen Helligkeitsanteil (Luminanz, Y) und einen Farbanteil (Chrominanz) mit der Rot- und der Blaudifferenz (Cb, Cr). Digitales Video mit 8 bit Auflösung, erlaubt die Werte 16-235 für Luminanz und 0-224 für Chrominanz. Von der Luminanz wird jedes Pixel aufgezeichnet, von der Chrominanz nur jedes zweite (bei D1 und Digibeta) oder gar nur jedes vierte (bei DV).

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FAZ Filmaufzeichnung, video to film transfer

Die Übertragung von Video- und elektronischen Bildern auf Film.

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Field Halbbild

In den heute üblichen Videosystemen werden die Zeilen nicht hintereinander abgetastet, sondern zuerst die ungeraden und dann die geraden Zeilen. Mit den damit erstellten Halbbildern erreicht man eine doppelte Bildfrequenz und ein stabileres Bild. Der zeitliche Abstand zwischen zwei benachbarten Zeilen ist jedoch problematisch beim FAZ, da zwei Halbbilder zu einem "Filmbild" interpoliert werden. Bei schnellen Bewegungen können so "Doppelbilder" entstehen.
Traditionelle Video-Titelgeneratoren erzeugen Rolltitel, die field-animiert sind und so als Video besser fliessen. Für einen guten FAZ sollten Rolltitel frame-animiert sein.

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Firewire IEEE1394

Standard für die serielle Übertragung von Daten. Ein Teil der DV-Geräte ist mit Firewire-Schnittstellen ausgerüstet, die es erlauben, die Bilder als digitale Daten im komprimierten Zustand und dadurch ohne Verluste zu übertragen.

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Frame

 

Ein einzelnes Videobild. Dieses besteht aus zwei Halbbildern (field).

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Gain shift

Elektronische Verstärkung eines Bildes, um es heller erscheinen zu lassen. Wird bei knappen Lichtverhältnissen eingesetzt. Der gain wird in db (Dezibel) gemessen. Die Erhöhung des gains erhöht gleichzeitig das Bildrauschen und erschwert die Datenkompression.

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Kabel

Bei der Benutzung von Amateur-DV in einer professionellen Umgebung ist man mit unterschiedlichen Kabelformaten konfrontiert: Beim analogen Videosignal sind cinch-Stecker vorhanden statt BNC. Beim digitalen Videosignal ist Firewire ein eigener Standard, inkompatibel zum digitalen Komponentenvideo SDI. Beim Ton sind es asymmetrische cinch-Stecker oder gar Klinkenstecker mit Mikrophonniveau statt symmetrische XLR. Als Schnittsteuerung ist es LANC (oder L-Control) anstatt RS-422.

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LANC Local ApplicatioN Control, L-Control

Ein von Sony entwickeltes Protokoll zur Ansteuerung von Amateur-Videorecordern. Hi-8 und DV-Kameras haben LANC. Es gibt einen fünfpoligen Stecker und einen Klinkenstecker. Das Protokoll ist langsamer als RS-422, mit letzterem nicht kompatibel und wird von den meisten Schnittsystemen nicht unterstützt. Sony und TAO bieten Geräte an, die von RS-422 auf LANC übersetzen.

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Letterbox

Schwarze Balken als Behelf, um ein Breitformat (z.B. 16:9) auf einem Monitor im Normalformat (4:3) zu zeigen.

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Log in

Erfassen des Rohmaterials mit Angaben zu Inhalt, Time Code und Kassettennummer in einer Datenbank zur Vorbereitung des non-linearen Schnittes.

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LTC Longitudinal Time Code

Time Code wird entweder als Tonsignal oder auf einer separaten Spur längs zum Videoband aufgezeichnet. Eignet sich gut für hohe Geschwindigkeiten.

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Luma Luminanz, Y

Helligkeitsanteil des Videosignals. Aus den drei Signalen RGB der Kamera wird ein gewichtetes Mittel berechnet, welches die Eigenschaften des menschlichen Auges berücksichtigt: Grün 59%, Rot 30%, Blau 11%.

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Mediafile

Bild- und Tondaten auf einer Harddisk eines non-linearen Schnittplatzes.

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MiniDV

Kleines Kassettenformat von DV, mit den gleichen Bandeigenschaften wie DV. Die Aufzeichnungsdauer geht bis 60 Minuten. Alle Videorecoder lesen MiniDV-Kassetten.

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Noise reduction Rauschunterdrückung

Rauschen ist der nicht-signifikante Anteil an der Information, der durch die Aufnahme, die Kompression (und bei analogen Systemen durch die Aufzeichnung und Übertragung) entsteht. Gezielte Rauschunterdrückung erleichtert die Bildkompression und verbessert auch die Darstellung des Videobildes auf dem FAZ.

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Non-square pixels

Ein PAL-Videobild ist definiert mit 576 Zeilen und 720 Linien. Geometrisch gesehen müssten es jedoch 768 Linien sein. Damit die Datenströme von NTSC und PAL gleich gross sind, hat man sich auf nicht-quadratische Bildpunkte geeinigt. Wer im nonlinearen Schnittplatz Bilder vom Computer importieren will, muss sich des Unterschieds bewusst sein.

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Off-Line-Schnitt

Erste und längere Etappe des Videoschnittes, bei dem die Struktur des Filmes bestimmt wird und die mit dem Herstellen einer Schnittliste (EDL) endet. Erfolgt oft in einem günstigeren Videoformat oder in einer niedrigen Auflösung.

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OMF Open Media Frame

Datenaustauschformat für Video- und Tondaten. Es können nur die Schnittdaten oder auch die Töne und Bilder abgespeichert werden. OMF wird zwischen non-linearen Schnittsplätzen verwendet und enthält mehr Informationen als eine EDL.

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On-Line-Schnitt français: conformation

Nachschneiden des Originalmaterials nach einer Schnittliste (EDL) vom Offline-Schnitt auf einem linearen Schnittplatz mit hoher Verarbeitungsqualität. Dazu kommen Lichtbestimmung, Effekte und Titel. Seit kurzem erlauben auch non-lineare Schnittplätze den on-line Schnitt, allerdings immer mit einem komprimierten Signal.

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PAL plus

Sendeformat: die 16:9-Variante des PAL-Formates.

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PCM Pulse Code Modulation

Art, wie Hi-8, und Betacam SP-Geräte digitalen Ton im Bild verschachtelt aufzeichnen. Bild und digitaler Ton sind nicht separat schneidbar

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pixel picture élement

Ein einzelner Bildpunkt in eine, Video- oder Computerbild.

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QuickTime

Datenaustauschformat von Apple für Bild-, Ton- oder andere zeitbezogene Daten. Gewisse non-lineare Schnittsysteme wie Media 100 arbeiten direkt in QuickTime.

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RCTC Rewritable Consumer Time Code

Eine Adressierung von Sony, die dem Time Code ähnlich ist. Wird auf eine separate Spur aufgezeichnet, die nachträglich geändert werden kann. Der RCTC verhält sich gegenüber einer Schnittsteuerung wie ein Time Code.

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RS-422

Eigentlich ein Standard für serielle Datenübertragung. Wird als Synonym für das Protokoll verwendet, mit dem Sony-Videorecorder angesteuert werden. Alle professionellen Videorecorder und Schnittplätze arbeiten mit RS-422. Es gibt verschiedene Ausführungen, von denen das Betacam-Format am verbreitesten ist.

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S-Control

Protokoll für die Fernsteuerung von Videorecordern. Kann nicht zum Schneiden benutzt werden.

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S-Video

Signal, bei dem Helligkeit und Farbe getrennt aufgezeichnet werden. Im Gegensatz zu Component gibt es jedoch nur ein Farbsignal. Die Qualität liegt dementsprechend zwischen Component und Composite. Beispiele sind S-VHS, Hi-8.

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Sample

Der einzelne momentane Wert bei einer digitalen Abtastung eines analogen Signals. Beim Ton wäre dies die Aussteuerung während einer 48'000stel Sekunde.

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sampling rate Abtastrate

Frequenz, mit der ein analoges Signal in ein digitales umgewandelt wird. Für Audio beträgt die sample rate 48, 44.1 oder 32 KHz, für Video 10.3 MHz (25 Bilder • 720 Linien • 576 Zeilen)

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SDI Serial Digital Interface

Schnittstelle zur Übertragung unkomprimierter Video- und Audiodaten. Wird insbesondere bei Digital Betacam benutzt. SDI und Firewire sind inkompatibel.

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Sharpness

Einstellung an der Videokamera, die den Detailkontrast des erfassten Bildes verändert. Die Erhöhung der sharpness führt zu einem subjektiv schärferen Bild, aber nicht zu mehr Informationen, sondern im Gegenteil zu Artefakten, die sich bei einem späteren FAZ sichtbar werden.

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Shutter speed

Während ältere Videokameras immer mit einer Verschlusszeit von 1/50s arbeiten, bieten neuere Kameras die Verkürzung der Verschlusszeit bei genügenden Lichtverhältnissen an. Bewegte Bilder wirken schärfer. Beim FAZ ergibt sich dann jedoch ein "Stroboskopeffekt". DV-Kameras bieten jetzt auch eine Verlängerung der Belichtungszeit an bei wenig Licht, unter Inkaufnahme eines Verwischeffekts

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SMPTE Society of Motion Picture and Television Engineers

Normierungsinstanz. Haben insbesondere den Time Code festgelegt.

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Steady shot

Bildstabilisierungssystem bei neueren Videokameras. Gewisse Kameras arbeiten mit einem optischen Block, der Bewegungen ausgleicht, andere analysieren das Bild und benutzen nur einen Teil der Bildfläche zur Herstellung des Videobildes, mit einem entsprechenden Verlust an Auflösung.

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TBC Time Base Corrector

Korrigiert bei bei Videogeräten die Zeitfehler beim Lesen. Ohne TBC kann nicht mit drei Maschinen geschnitten werden. Zusätzlich enthalten TBC eine Drop Out-Korrektur sowie Einstellungsmöglichkeiten von Helligkeit und Farbe. Moderne Videorecorder haben TBC integriert.

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Telecine Filmabtastung

Übertragung von Film auf Video.

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Time Code

Methode der Adressierung von Bildern und Tönen. Der Time Code erlaubt die Synchronisierung beim Schnitt und die absolute Identifizierung der Bilder. Je nach System wird der Time Code auf einer Tonspur, einer separaten Längsspur (LTC), im Bild (VITC) oder auf einer separaten Datenspur aufgezeichnet. Die Aufzeichnung erfolgt kontinuierlich (Rec Run) oder freilaufend (Free Run).
Behelfsmäsig kann der Time Code auch im Bild eingeblendet werden. Der Time Code hat das Format hh:mm:ss:ff (Stunden:Minuten:Sekunden:Bilder), wobei die Bilderzahl demjenigen des Video- oder Filmsystems entsprechen muss. Der Timecode kann als Signal übertragen oder über die Schnittsteuerung angefragt werden.

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U-matic

Analoges Composite-Videoformat. Ursprünglich Sendeformat, wird heute noch für Off-Line-Schnitt eingesetzt. Gibt es als Low Band, High Band (BVU) und High Band SP.

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VITC Vertical Integrated Time Code

Time Code, der in der Austastlücke des Bildes aufgezeichnet ist. Dieser Time Code kann bei stehendem Bild aufgezeichnet und gelesen werden. Mit gewissen Videorekordern ist es möglich, auf verschiedenen Schwarzzeilen mehrere Time Code aufzuzeichnen und so ursprüngliche Time Code über Generationen zu erhalten.

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VX1000

Modellname der ersten und bis jetzt im Schweizer Dokumentarfilm am meisten benutzten DV-Kamera von Sony. 3 CCD 1/3 Zoll im 4:3 Format (16:9-Aufzeichnung möglich), optische Stabilisierung. LCD-Farbsucher, Schärfering ohne Markierungen und mittelmässige Tonaufzeichnung sind die wichtigsten Einschränkungen.


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